Salz – zentriert

Interessant, online findet man viele Kommentare zum „Salt“-Plakat mit Angelina Jolie. Die meisten finden es, wie Olaf, irritierend, dass Angelina eher unentschlossen zur Seite gerückt ist. Ich habe noch mal nachgemessen und sie liegt tatsächlich nicht im „Goldenen Schnitt“ – andererseits fand ich diese Wahl auf den ersten Blick spannender, als den Charakter (wie üblich) zu zentrieren.
Wie sieht es denn im direkten Vergleich aus? Was ist besser – zentriert oder leicht links angeordnet?

Movie Poster "Salt" - original and centered
Movie Poster "Salt" - original and centered

5 Minuten Himmel

…ist nicht nur ein schöner Filmtitel, der Film hat auch ein optisch sehr schönes, ruhiges, simples und doch ansprechendes Plakat.

Five Minutes of Heaven Movie Poster
Five Minutes of Heaven Movie Poster

…zumindest nachdem man sich von dieser schrecklichen Version verabschiedet hat:

Five Minutes of Heaven ugly Movie Poster
Five Minutes of Heaven ugly Movie Poster

Okay, die Gesichter sind im letzteren Plakat unbearbeiteter und interessanter, weil realistischer. Und eigentlich ist die Idee auch die gleiche – ein Ausschnitt zweier Gesichter nebeneinander.
Ein schönes Beispiel, wie sehr Bildausschnitt, Komposition und Farbgebung die Wirkung eines Plakates verändern können.
Während ich beim oberen Plakat einen ruhigen, intensiven und traurigen Film erwarte, würde ich beim zweiten Plakat eher einen Thriller erwarten. Warum? Weil das Plakat genauso aussieht, wie jenes zum Film „Extreme Measures“, in dem Hugh Grant und Gene Hackman als Mediziner mit extremen Methoden gegeneinander vorgehen. Das Plakat kann ich hier auf Grund der immer wieder gern angesurften Seite filmposter-archiv zeigen, es stammt nämlich schon aus dem Jahre 1996.

Extreme Measures Movie Poster via filmposter-archiv.de
Extreme Measures Movie Poster via filmposter-archiv.de

Im Film geht es um den Nordirland-Konflikt, der an Hand einer tragischen Geschichte um zwei Brüder erzählt wird.

Objekte und ihre Erschaffer

Ein grafisch schönes Poster und der dazugehörige Film „Objectified“

Filmposter Objectified

Das Plakat liegt nun schon seit Ewigkeiten in meinem Filmplakateordner und zwinkert mir jedes Mal zu, wenn ich den Ordner durchstreife. Meine Augen bleiben jedes Mal daran hängen. Und immer denke ich: „Ist das vielleicht eines der schönsten Filmposter überhaupt?“
Die Frage beantworte ich für mich mit „Ja!“

Zum einen liegt das natürlich an der Schlichtheit des Designs. Es ist zwar jede Menge los und es sind auch sehr viele verschiedene Formen zu sehen, aber alles ist so wohl geordnet, wie es meinem Gestalterblick behagt.
Die unterste Objektreihe zeigt im Übrigen die Dinge, die für die Herstellung des Films verwendet worden.

Die Unfarben heben das Plakat natürlich umso mehr aus der bunten Masse der Poster hervor – Schwarz, Weiß, Grau – mehr braucht es eben nicht immer.
Es gibt noch eine zweite Version des Plakates, die ursprünglich für das Marketing in Europa verwendet werden sollte, es dann aber aus diversen Gründen nicht geschafft hat. Nun kann man diese Version aber in einer limitierten Version kaufen.

Objectified Movie Poster Letterpress Version
Objectified Movie Poster Letterpress Version

Die verwendete Schrift ist die wahrscheinlich schönste serifenlose Schriftart, die es zur Zeit gibt: Helvetica (der Regisseur von „Objectified“ hat über diese Schrift einen eigenen sehenswerten Film gedreht).

Der Film zum Plakat ist schon auf DVD erschienen und ist eine Dokumentation über die Dinge, die uns umgeben. Dinge, die wir kaufen. Dinge, die wir lieben. Und die Menschen, die diese Dinge entwerfen.

Abwesenheiten und Spam

Hasst ihr das nicht auch, wenn von einem Tag auf den anderen auf einem Blog nichts mehr los ist und dann plötzlich ein Eintrag kommt, in dem steht, dass der Schreiber leider in letzter Zeit zu viel mit dem offline-Leben beschäftigt war und viel weniger Zeit hatte? Ich auch, deshalb schreibe ich das nicht :-)

In meiner Abwesenheit haben sich 4 echte Kommentare und 71 Spamkommentare angesammelt.

Also: Reload morgen früh, am 07.11.2009 um 09:09 Uhr. Versprochen.

Antichrist – die Postergalerie

Auch wenn ich durchaus vertehen kann, dass man sich diesen Film nicht unbedingt ansehen möchte, die Plakate zu Lars von Triers neuestem Film sind durchaus einen Blick wert.

Australisches Poster für Antichrist
Australisches Poster für Antichrist

Das australische Poster ist dabei jenes, welches sich am weitesten von der ursprünglichen Komposition entfernt. Deshalb hinterlässt es auch einige Fragen, wobei es grafisch sehr eindrucksvoll ist und bei Männern so etwas wie Kastrationsängste auslösen dürfte.

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